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Weihnachtszeit ist Lichterzeit: Entsorgung beachten

Ganze Straßenzüge, Auslagen, Häuser und Vorgärten sind mit Lichterketten, blinkenden Sternen und Leuchtfiguren geschmückt. Der festliche Lichterglanz löst allerdings neben kollektiver Vorfreude auf Weihnachten auch einen deutlichen Anstieg des Energieverbrauchs aus. Obwohl laut EU-Ökodesign-Verordnung für Beleuchtung nur mehr LED- und Energiesparlampen verkauft werden dürfen, sind nach wie vor jede Menge stromfressende Weihnachtsleuchtmittel in Verwendung.


Da die Weihnachtslichter ja nur 1x im Jahr zum Einsatz kommen, liegen noch etliche alte Modelle mit Glühlämpchen in Kellern und auf Dachböden herum, die um bis zu 90 Prozent mehr Energie verbrauchen als moderne Leuchtmittel. Im Sinne des Klimaschutzes muss es ein Anliegen sein, diese endgültig durch energieeffiziente Technologien zu ersetzen und alte Lampen umweltgerecht zu entsorgen.

Ausgediente Lampen: Wertvolle Rohstoffe
Andere Leuchtmittel enthalten wertvolle Rohstoffe, die verwertet werden können. Lampen gehören daher nicht in den Restmüll, sondern müssen bruchsicher und getrennt von anderen Abfällen gesammelt werden. Genau wie sonstige Elektroaltgeräte oder Batterien müssen ausgediente LEDs und andere Leuchtmittel bei Altstoff-Sammelstellen (Mistplätzen, Recyclinghöfen) oder beim Fachhändler abgegeben werden. Ab einer Verkaufsfläche von 150m² sind Händler in Österreich bei gleichzeitigem Kauf einer neuen Lampe zur Rücknahme verpflichtet.

Lampen enthalten Wertvolles und Giftiges
LED Lampen enthalten wertvolle elektronische Komponenten. Diese können durch Recycling verwertet werden. Dioden, Halbleiter und Transformatoren können recycelt werden, wie jedes standardmäßige elektronische Gerät auch. Außerdem bestehen LEDs aus Glas (88 %), verschiedenen Metallen (5 %) und anderen Werkstoffen (7 %), auch Indium, Gallium und Metalle der Seltenen Erden (REE; Rare Earth Elements) sind darin enthalten. Damit die einzelnen Komponenten besser verwertet werden können, werden die Leuchtkörper für das Recycling in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt.
Energiesparlampen enthalten neben Wertstoffen wie Kupfer und Aluminium auch 2 bis 3,5 mg giftiges Quecksilber. Sie müssen deshalb bruchsicher bei den kommunalen Sammelstellen (Mistplätze, stationäre und mobile Problemstoffsammelstellen) abgegeben werden. Um zu vermeiden, dass die nicht mehr funktionstüchtige Energiesparlampe bricht und der giftige Quecksilberdampf austritt, empfiehlt es sich, die Energiesparlampe bis zur Entsorgung möglichst bruchsicher aufzubewahren.

Alte Glühbirnen in den Restmüll!
Alte Glühbirnen gehören nicht in die Altglassammlung, die sich auf die Sammlung von Verpackungsglas beschränkt, denn sie enthalten feine Drähte, die in den Zerkleinerungsanlagen der Glasaufbereitung fast unsichtbar an den Scherben hängen bleiben. Sie führen beim Einschmelzen und Formen von neuen Glasgegenständen zu Einschlüssen, die Flaschen und Gläser unbrauchbar machen würden. Alte Glühbirnen gehören daher in den Restmüll. LED, Halogen- oder Energiesparlampe - Leuchtmittel aller Art gehören ebenso nicht in den Restmüll. Sie können bei einer der 2.100 kommunalen Sammelstellen oder im Handel abgeben werden, wo sie einer umweltgerechten Entsorgung zugeführt werden.


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